Nachdem meine Geburtstagsfeier ausgefallen war, konnte sie nun endlich nachgeholt werden. Dafür hat sich Mama etwas ganz besonderes einfallen lassen. Meine Gästen sollten sich ein eigenes Messer schmieden!
Wir fuhren nach Hennef in die Naturwerkstatt.
Dort wurde uns erklärt was wir machen sollen, und warauf wir zu achten haben.
Die Sicherheitsbelehrungen kamen dabei nicht zu kurz. Der Umgang mit dem Werkzeug soll schon richtig gelernt werden, damit es nicht zu Verletzungen kommt.
Die Stähle wurden im Schmiedefeuer zum Glühen gebracht. Rotglühend hat der Stahl ungefähr eine Temperatur von 1000 Grad. Der weiche Stahl kann nun bearbeitet werden.
Zur Bearbeitung wurden Hammer und Amboß verwendet.
Die Formgebung funktionierte natürlich nicht in einem Durchgang. Erst wurde der Erl geschmiedet. Das ist der Teil vom Messer, ders zur Befestigung in das Griffstück gesteckt wird. Während der Bearbeitung kühlte der Stahl aus und mußte erneut ins Feuer.
Im zweiten Durchgang wurde die Klinge ausgeformt.
Um den geschmiedeten Teil von dem Stahlstab zu trennen, wurde er auf einem Meißel eingekerbt. Das nennt man "schroten". An dieser dünnen Stelle wird dann das Messer vom Eisenstab getrennt.
Wir verwendeten handelsübliche Grillkohle für die Glut. Lediglich ein eingebauter Ventilator sorgte dafür, das es auch genügend heiß wurde.
Auch der Kleinste machte mit.
Anja schmiedet sich ein Hufeisen.
Der Schmiedeteil ist beendet, wenn das Werkstück abgekühlt wird. Wir haben die Messer nicht gehärtet, weil das Ausgangsmaterial ein einfacher Baustahl war. Er hat den Vorteil das er weicher ist als Edel-, Feder- oder Klingenstahl. So konnte er von uns Laien besser bearbeitet werden.
Weiter geht es mit dem Schnitzen