Zu einem Messer gehört außer der Klinge auch ein Griff. Dieses Heft schnitzen wir uns aus Holzstöcken.
Die Stöcke sägten wir passend auf die Größe unserer Hände. Dazu konnten wir auf verschiedene Sägen zurückgreifen. Dann wurden sie geschält und mit den Schnitzmessern grob in Form gebracht.
Die Feinarbeit erfolgte mit Raspel und Feile. Hier lernt Henry wie die Feile geführt werden muß, damit das Heft schön rund wird.
Durch den Feinschliff mit Schmirgelpapier war die Oberfläche glatt. Nun war es unmöglich sich einen Splitter in den Finger zu holen. Die Stirnseiten wurde begradigt und abgerundet. Auf der einen Seite lag der Griff gut in der Hand, auf der anderen konnte die Bohrung für den Erl gut angesetzt werden.
Anja benötigte für ihr Hufeisen natürlich keinen Griff.
Das Messer links gehört Pascal, dem kleinsten Teilnehmer. Es ist vorne nicht spitz, sondern etwas abgerundet um das Verletzungsrisiko gering zu halten.
Nach dem Bohren des Griffs, konnte der Erl eingesetzt werden. Und die Messer sind fast fertig. Die Klinge wird in das gebohrte Loch in den Griff eingeschlagen. Dadurch bekommt sie einen sicheren Halt.
Enttäuschung, denn so richtig scharf waren sie nicht...
Denn es fehlte der Feinschliff. Damit die Klinge richtig scharf wurde, ging es an den Schleifstein.
Der Stein wurde langsam, aber gleichmäßig gedreht, damit der Stahl nicht ausglüht.
Die Messer sind aus einfachem Baustahl. Deshalb rosten sie, und werden auch schnell stumpf. Man kann sie aber leicht wieder schärfen und gegen den Rost helfen ein paar Tropfen Öl. Damit kann man dann auch gleich das Heft bestreichen.
Hier sind die fertigen Messer. Bis zur Fertigstellung hat es drei Stunden gedauert. Die schwarzen Flecken, die man noch sehen kann, das ist Zunder. Zunder entsteht wenn das Eisen verbrennt. Er sitzt in den Vertiefungen des Stahls, die durch die Bearbeitung mit dem Hammer entstanden sind. Mit etwas Schmirgelpapier oder einer Drahtbürste kann man aber auch hier die Flecken entfernen.
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